Indien und China im Werk von Hermann Hesse

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ISBN: 978-3-945400-22-7
Maße130 × 190 cm
Autor:in
Seiten64
ErscheinungsdatumAugust 2015

12,00 

ÜBER DAS BUCH

Von der Einheit der Gegensätze

Schon früh hat sich der Dichter dem Einfluss seiner als Indienmissionare tätigen Vorfahren widersetzt und sich auch publizistisch für die Kulturen, Religionen und Weltbilder der von den europäischen Kolonisatoren ausgebeuteten und christianisierten asiatischen Länder eingesetzt. Hesses Dichtungen, obenan seine indische Legende Siddhartha und sein Alterswerk Das Glasperlenspiel, verdanken ein Gutteil ihrer weltweiten Wirkung den fernöstlich hinduistischen, buddhistischen, konfuzianischen und taoistischen Einflüssen auf sein Weltbild. Es zielt auf einen gleichberechtigten und fruchtbaren Ausgleich zwischen den ruhelos zentrifugalen abendländischen und den gelassen zentripetalen asiatischen Sichtweisen, die sich für ihn nicht ausschließen, sondern ergänzen.
Volker Michels zeichnet den Werdegang Hesses zu dieser Haltung nach und auch die Gründe für das erstaunliche Echo, das Hesses individualistische, jeder Gleichschaltung widerstrebende Positionen besonders in den asiatischen Ländern finden.

Volker Michels wurde als Herausgeber zahlreicher Editionen von zu Unrecht vernachlässigten Autoren des 18. bis 20. Jahrhunderts bekannt. Schwerpunkt seiner Arbeit war von Anfang an die Erschließung der unveröffentlichten Werke des 1946 mit dem Literatur-Nobelpreis ausgezeichneten Hermann Hesse. In seinem Wohnort Offenbach hat er ein von Forschern aus aller Welt benutztes Hermann-Hesse-Editionsarchiv aufgebaut.

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