Impulse zur Humanisierung
12,00 €Impulse zur Humanisierung. Ein Gespräch zur Aktualität des Dichters mit Volker Michels
»Er macht uns Mut, unsere Veranlagungen und Begabungen, die uns von den Mitmenschen unterscheiden, nicht als normwidrige Marotten wahrzunehmen und irgendeinem Durchschnitt anzupassen, sondern sie als Chance zu einem eigenständigen Leben zu begreifen und zu verwirklichen. Das zu erkennen, ist vor allem in der Jugend wichtig, in einem Alter, wo die Weichen für die Zukunft gestellt werden. Darum hat Hesse auch so viele junge Leser nicht zuletzt in den asiatischen Ländern, wo heute ja das Individuelle zugunsten einer leistungsorientierten Konformität eher unterdrückt als gefördert wird.«
Hermann Hesse und Stefan Zweig
14,00 €Hermann Hesse stammt sowohl väterlicher- wie mütterlicherseits aus einer von religiösem Sendungsbewusstsein geprägten Familie. Seine Großeltern und Eltern waren Missionare, die ihr pietistisch gefärbtes Christentum bis an die Westküste Indiens trieb, wo die Mutter des Dichters geboren ist. Durch seine Flucht aus dem Theologischen Seminar von Maulbronn versuchte der 14-jährige Hesse dieser auch ihm zugedachten Laufbahn zu entkommen, weil er »entweder ein Dichter oder gar nichts werden« wollte. Auf welche Weise er dieses Erbe in seinem Werk verarbeitet und überwunden hat, ist das Thema dieses Essays.
Volk im Wahn
22,00 €Der nationalsozialistische Wahn wurde zur austauschbaren Metapher des Bösen, persönliche Schuld relativiert. Die Befreiung der Deutschen von ihrer Vergangenheit gehört zur Gründungsgeschichte der Bundesrepublik. Das Geflecht der kollektiven Lebenslüge in der Adenauer- Republik: Verdrängen, Vergessen, Verleugnen. Helmut Ortners Dreizehn Erkundungen sind eine erhellende Synthese aus Erinnerung, Erkenntnis und Erzählung – mal analytisch, mal essayistisch, mal dokumentarisch.
Stimmen aus Teheran
38,00 €Was heißt es, heute Künstler oder Künstlerin im Iran zu sein? Und wie haben sich die zeitgenössische Kunst im Iran und die Kunstszene in Teheran entwickelt?
Diesen Fragen geht die Kunsthistorikerin Hannah Jacobi in achtzehn Interviews mit Künstlern und Künstlerinnen, Theoretikern und Galeristinnen in Teheran nach. Sie zeigt auf, wie sich das Umfeld der zeitgenössischen Kunst in Teheran entwickelt hat, welche Räume für Gegenwartskunst derzeit dort vorhanden sind und welche Themen die Kunstschaffenden und Akteure im Kunstbereich beschäftigen.
Sterbliche Gedanken
12,00 €Das unter den Titel »Sterbliche Gedanken« (Hölderlin) gestellte Gespräch mit Dieter Henrich, das die Gesprächsreiche »Einsichten im Dialog« eröffnet, berührt eine Vielfalt von Themen, philosophische und persönliche. Darunter sind Themen, über die der in München lebende Philosoph seit fast siebzig Jahren nachdenkt und schreibt. Hier spricht aber auch jemand über seinen Umgang mit erfahrenen Buddhisten, seine Begegnungen mit dem Dirigenten Sergiu Celibidache ebenso wie seinen von Hans-Georg Gadamer geprägten Bildungsweg, in der Nähe von Martin Heidegger und doch mit ihm selbst eigenen Themen und Motiven.
Schopenhauer in Goethes Weimar
38,00 €Der erste Teil des Sammelbandes bietet Einblicke in die von Schopenhauers Mutter Johanna geprägte Weimarer Salonkultur und fördert damit das Verständnis der Genese seines Hauptwerks. Schopenhauers erster Italienreise widmet sich der zweite Teil – Italien war das große gemeinsame Thema der beiden Frankfurter. Auch die Unterschiede ihrer Farbenlehren und der Naturbegriff um 1800 werden detailliert behandelt. Dass und inwiefern die Welt Vorstellung und zugleich Wille ist, wird mit Spinoza plausibel gemacht.
Innenansichten aus Syrien
24,00 €Aus einer friedlichen Protestbewegung hat sich in Syrien ein grausamer Krieg entwickelt. Millionen Menschen sind auf der Flucht, Hunderttausende wurden getötet, verletzt oder sind in Haft. Auch viele Intellektuelle und Künstler mussten das Land aufgrund individueller Verfolgung verlassen, nur einige wenige sind geblieben.
Inmitten dieser Katastrophe hat sich jedoch ein für Syrien beispielloser und in den hiesigen Medien kaum wahrgenommener künstlerischer Aufbruch ausgebildet. Ziel der Publikation ist es, dieses kreative Erwachen sichtbar zu machen. Schriftstellerinnen und Schriftsteller beschreiben in sehr persönlichen Beiträgen die eigenen psychischen und die gesellschaftlichen Veränderungen, die sie seit Beginn der Revolution beobachten.
Heimatkunde – Falsche Wahrheiten. Richtige Lügen.
22,00 €s geht um verdrängte deutsche Vergangenheit und kontaminierte Gegenwart, um religiöse Anmaßung und säkulare Verteidigung, um populistische Politik und Demokratie- Verachtung. Um Autonomie und Konformismus. Kurzum: Es geht um unsere Demokratie. Wir brauchen den produktiven Streit, die Gegenrede und die öffentliche Debatte. Demokratie, sagt Helmut Ortner, ist nicht unbedingt Gemeinschaft, Demokratie ist vor allem Gesellschaft, also das Aufeinandertreffen unterschiedlicher Interessen, Sichtweisen und Meinungen. Seine Essays verstehen sich als Plädoyers für eine offene, reflektierte Streitkultur.
Handschriften der Romantik
24,00 €Aus den reichhaltigen Schätzen des Freien Deutschen Hochstifts werden hier fünf ausgewählte Zeugnisse der Romantik als Faksimile präsentiert, in die heutige Schriftgestalt übertragen und mit sachkundigen Erläuterungen begleitet, die Einblick in die Entstehung der jeweiligen Handschrift geben und über deren Bedeutung unterrichten. So wird es möglich, den Dichtern beim Schreiben gewissermaßen über die Schulter zu sehen und die Sinnlichkeit der Manuskripte unmittelbar zu erfahren.
Ethik und Poetik
28,00 €Die ethische Integrität von Literatur scheint immer dann am stärksten gefährdet zu sein, wenn Schriftsteller in die Klauen der Geschichte geraten. Bald sollen sie sich für oder gegen das herrschende System entscheiden: entweder für Gehorsam oder für Widerstand: Selten gibt es eine weitere Alternative.
Die Farben des Tastens
12,00 €Wie kommt es zu Neuem in der Wissenschaft?
»Ich wünsche mir, dass keiner so genau weiß, ob ich Molekularbiologe, Philosoph, Wissenschafts-Historiker, Liebhaberbotaniker, Poet oder sonst was bin, oder alles zusammen. Ich wünsche mir, dass ich weiter tun kann, was mir bisher zu tun vergönnt war. Auf der Suche zu sein, nach dem, was ich nicht weiß, also alles zu erforschen.«