Jan Röhnert

Erdtagzeit

Gedichte
112 Seiten, Gebunden
ISBN 978-3-949774-23-2
Oktober 2023
 

20,00 

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Beschreibung

Erdtagzeit: Das von der Sonne durchschossene Blätterdach auf der Flugbahn der Mauersegler. Die Epoche, in der ein Meer zu Sandstein vertrocknet. Der vor unseren Fenstern tobende Krieg. 
Diese Gedichte sind Zeitzeugen des Lichts, das es seit viereinhalb Milliarden Jahren gibt, Zeitzeugen der Schwerkraft, welche die Erde auf ihrer Umlaufbahn hält, Zeitzeugen des Lächelns in einem Vorortzug, das zwischen zwei Stationen über die Gesichter huscht.
Jan Röhnerts Poesie durchdringt auch in seinen neuen Gedichten die Schönheiten und Abgründe unserer Innen- und Außenwelten auf eine höchst sinnliche als auch tief analysierende Weise, die einzigartig ist in der deutschsprachigen Dichtung der Gegenwart.

Von Jan Röhnert erschien 2014 der Gedichtband »Wolkenformeln« in der Edition Faust.

Zitate zu Jan Röhnerts Lyrik:
»Dichter darf man nicht fragen: Gibts was Neues? Eher: Hast du was Altes entdeckt? Wenn ich die Gedichte von Jan Röhnert lese, bekomme ich auf beides reichlich Antwort. Sie kennen sich im Alten aus, in der langen Vorgeschichte dieser kurzen Gattung mit ihren Regeln, Vorschriften und Zwängen, aber sie entdecken auch immer Neues, das heißt sie sind durchlässig für die Gegenwart und ihre Zersetzungen von Regeln, Vorschriften und Zwängen. Ich freue mich immer auf die neuen Gedichte von Jan Röhnert – nicht zuletzt deshalb, weil ich immer neugierig bin, welchen Vögeln er diesmal zugehört hat beim Dichten.« Michael Krüger

»Hier ist er – ein Dichter, der uns nicht nur neue Wörter, sondern ein neues Sehen schenkt. Tief im Klang des Erschauten verbindet Jan Röhnert Innen und Außen, und ohne es uns sagen zu müssen, weiß er mit jeder Zeile seiner glasklaren Sprache, was auch Ovid einst in seinen ‚Metamorphosen‘ gewusst hat, als er Vögel, Menschen und Götter in Einheit erlebte – Dichtung ist eine von allen Seiten des Lebens begehbare Erde.« Marica Bodrožić

»Gottlob sind noch immer Könner am Werk, die mich begeistert haben, … etwa Jan Röhnert…« Sibylle Lewitscharoff

»Jan Röhnert ist einer der welthaltigsten und weltläufigsten deutschen Dichter.«  Raoul Schrott

»Jan Röhnert ist kein Wolkenkuckucksheimer. Dafür ist seine Wahrnehmung zu exakt. Nichts ist sicher vor dem Scharfblick des Lyrikers: keine Stadt, keine Landschaft, kein Maler, keine Idylle.« Claudia Schülke, FAZ

»War wirkliche Dichtung jemals frei von wahrhaftigem Pathos? Röhnert scheut sich nicht etwas aufzurufen, das in uns verborgen liegt: die Tage der Kindheit und die Sehnsucht nach einer anderen Welt.« Tom Schulz

»Jan Volker Röhnert ist ein literarischer Grenzüberschreiter. Seine Texte gehen meist in die Natur, in die vom Menschen berührte und die uns wiederum prägende.« Katrin Schumacher, MDR

»Da spricht einer auf Wolkenhöhe und dennoch vom sogenannten urbanen Raum, da hebt einer zur großen philosophischen Rede an und übersieht dennoch die kleinen Dinge nicht.« Ursula Teicher-Maier, Fixpoetry

»Jan Volker Röhnert ist ein Wortmaler, seine Lyrik eine Augenkunst, in der ein sinnlicher Moment Vergangenes wachrufen kann und das kostbare, flüchtige Detail zum Träger der Erinnerung wird.« Jan Wagner