Noch hör ich deine Schritte
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| Autor:in | Manfred Winkler |
|---|---|
| Herausgeber | Monica Tempian und Jan Kühne |
| Seiten | 272 |
| Erscheinungsdatum | 31. Oktober 2022 |
24,00 €
ÜBER DAS BUCH
Eine „über Länder und Zeiten hinweg Sehnsucht erweckende Stimme“ erklingt in der Lyrik Manfred Winklers, weckt Neugier, wirbt um Verständnis. Aus Czernowitz – Geburtsstadt von Paul Celan und Rose Ausländer – verschlug es den Dichter nach Schoa, Deportation und bleiernen Nachkriegsjahren im kommunistischen Rumänien ins „Altneuland“ Israel, wo er vor dem Hintergrund der Intifada deutsche und hebräische Lyrik schrieb.
Winklers Verse schöpfen aus seiner reichen verinnerlichten Lebenserfahrung wie aus dem Arsenal zahlreicher Kulturen und Literaturen. Erinnerung und Abwehr des Vergessens, Krieg und politische Wirren, Ortswechsel und das unruhige Suchen nach Orientierung, Nähe und Gemeinsamkeit, menschliche Endlichkeit und immer wieder: die Grenze als kritische Größe des Lebens – das sind Themen, denen sich der Lyriker mit unerbittlicher Aufrichtigkeit stellt. In einzigartig unprätentiösen, suggestiven Zeilen und einer Sprache von fast archaischer Schlichtheit.
Manfred Winklers deutsch- und hebräischsprachige Lyrik wird hier aus Anlass seines 100. Geburtstages erstmals in einem Band ediert, ergänzt durch eine Auswahl unveröffentlichter Gedichte aus dem Nachlass.
„Leben, Lyrik und Literaturwissenschaft“
Markus Bauer stellt den zweisprachigen Gedichtband in den größeren Zusammenhang von Manfred Winklers Werk und würdigt ihn als wichtigen Beitrag zur Wiederentdeckung eines der bedeutendsten deutschsprachigen Dichter Israels. Besonders hervorgehoben werden Winklers Rolle als Mittler zwischen deutscher und hebräischer Sprache sowie die editorische Leistung der Jubiläumsausgabe.
Videos
Aufzeichnung der Lesung und des Gesprächs vom 30. November 2022 im Goethe-Institut Jerusalem anlässlich des Erscheinens der Jubiläumsausgabe zum 100. Geburtstag Manfred Winklers. Die Veranstaltung widmet sich seinem deutsch- und hebräischsprachigen Werk sowie seiner Bedeutung als Vermittler zwischen den Kulturen.
