Knochenmusik

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ISBN: 978-3-945400-19-7
Maße130 × 190 cm
Autor:in
Seiten72
NachwortEva Demski
Erscheinungsdatum2015

8,00 

ÜBER DAS BUCH

Vorzugsweise einfach

Werner Söllner erweist sich als »einer der souveränsten Lyriker deutscher Sprache« Neue Zürcher Zeitung

Werner Söllner ist auf den großen Bühnen nicht zu finden. Er ist ein Dichter des Unspektakulären, seine Poesie ist nicht geschwätzig, nicht abstrakt, nicht apodiktisch. Sie ist vorzugsweise einfach. Von dieser kunstvollen Einfachheit wird der Leser höflich in eine ahnungsvolle Arglosigkeit und zu den letzten Dingen geleitet. Und oft wird er vom lyrischen Ich Söllners mit den eigenen Paradoxa bekannt gemacht: »Was ich / Falsch gemacht habe, war, falsch, / Weil ich es richtig machen / Wollte.« Eine gute Portion Sarkasmus und eine Lebensperspektive fast ohne Hoffnung prägen diese sprachlich ausgefeilten und souverän komponierten Gedichte. Der nüchterne Ton führt nicht selten über Abgründe hinweg, in Ungewissheiten hinein, die einem die Sprache verschlagen. Doch der melancholische Grundzug erlaubt ihm immer wieder eine frivole Distanz zum eigenen Scheitern, die sich auch in übermütigen Zeilen freimachen kann.

Signaturen, Alexandru Bulucz (9. November 2015)

„Wer sehr in Eile ist darf verschwinden vor der Zeit.“

Alexandru Bulucz würdigt Knochenmusik als eindrucksvolle Rückkehr Werner Söllners nach über zwanzig Jahren. Er hebt die sprachliche Präzision, die formale Geschlossenheit und die existenzielle Tiefe der Gedichte hervor und beschreibt den Band als „große poetische Abwägung“ zwischen Dialog, Skepsis und Hoffnung.

Kultur & Politik, Peter H. Gogolin (3. Oktober 2018)

„Durch das Gitter gesprochen“

Peter H. Gogolin liest Knochenmusik als einen Gedichtband von großer existenzieller Dichte. Er beschreibt Söllners Sprache als frei von jeder Pose und hebt besonders die Gedichte hervor, in denen Erinnerung, Fremdheit und Wahrheit miteinander verschmelzen. Sein Fazit: „Ich wünsche ihm, dass es gelingt.“

Das Gedicht-Blog, Christophe Fricker (1. Februar 2016)

„Dichterbriefe, Folge 5“

Ein literarischer Brief an Werner Söllner, der dessen Werk und poetische Haltung würdigt und sich mit seiner Sprache und seinem Verständnis von Dichtung auseinandersetzt.

Lyrikline

Ausgewählte Gedichte aus Knochenmusik, vom Autor selbst gelesen und mit biografischen Informationen ergänzt.

Frankfurter Allgemeine Zeitung, Hans Dieter Zimmer (27. November 2021)

„Frankfurter Anthologie: Leg den Stift weg“

Im Rahmen der Frankfurter Anthologie interpretiert Hans Dieter Zimmer Werner Söllners Gedicht „Leg den Stift weg“und zeigt exemplarisch dessen poetische Präzision, Sprachskepsis und existenzielle Verdichtung. Die Aufnahme in die Anthologie unterstreicht Söllners Rang als einer der bedeutenden deutschsprachigen Lyriker seiner Generation.

Deutschlandfunk, Michael Braun im Gespräch mit Gisa Funck (22. Juli 2019)

„Zum Tod von Werner Söllner – Poet des nüchternen Pathos“

Der Literaturkritiker Michael Braun würdigt Werner Söllner als eine zentrale Gestalt der rumäniendeutschen Poesie und einen der souveränsten deutschsprachigen Lyriker seiner Generation. Der Beitrag zeichnet seinen literarischen Weg nach und ordnet auch seine biografischen Brüche differenziert ein.

Neue Zürcher Zeitung (NZZ), Paul Jandl (23. Juli 2019)

„Der Lyriker Werner Söllner ist 67-jährig gestorben“

Paul Jandl erinnert an Werner Söllner als außergewöhnlichen Lyriker, dessen Werk durch sprachliche Genauigkeit, existenzielle Ernsthaftigkeit und den Einfluss Paul Celans geprägt ist. Zugleich würdigt er Söllners Bedeutung für die deutschsprachige Gegenwartslyrik.

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