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Paulus Böhmer

Wer ich bin

Gedichte
Mit einem Nachwort von Ria Endres

Gebunden mit Schutzumschlag
56 Seiten

16,00 

Kategorie:

Produktbeschreibung

»So viel Welt wie bei ihm findet man selten im Gedicht.«

meinte der Literaturkritiker Christoph Schröder in seiner Laudatio auf Paulus Böhmer bei der Verleihung des Robert-Gernhardt-Preises.

Paulus Böhmer ist der Meister des rhythmisch-epischen Langgedichts. WER ICH BIN, das ist moderne Lyrik, die von jungen Dichtern angestrebt wird, rauschhaft und nüchtern zugleich: »Keiner von uns wird aus Liebe sterben.«

Pressestimmen

»Paulus Böhmer ist der Dichter der großen Worte und der langen Rede. Im Grunde sind all seine Langgedichte Ausschnitte aus einem einzigen Gedicht, das, wenn es nur möglich wäre, das gesamte Universum vom kleinsten Kleinen bis zur Unendlichkeit umfassen würde. Jedes seiner Gedichte will die ganze sprachlich fassbare Welt festhalten, jedes einzelne Wort reckt und streckt sich lustvoll der Gesamtsprache entgegen.

[…] Seine Dichtung funktioniert als Überfluss-Produktion. Wo es um alles geht, gibt es von allem zu viel. Doch in diesem unendlichen, manchmal auch ermüdenden Meer der Worte leuchten immer wieder Erkenntnisblitze, erhellende Wahrnehmungen auf. Das auf Dauer gestellte Sprechen ist die Voraussetzung, um zu diesen Lichtstellen zu gelangen. So tritt der Böhmer-Leser eine Schiffsreise an, von Insel zu Insel, vom Ich in die Welt und darüber hinaus, vom Wort zur Sprache und im Sprechen zurück zum Ich. So, sagt er, ›entsteht neben der Zeit, die wir kennen, eine andere Zeit‹. Und das ist es schließlich, worauf es ankommt in der Dichtung.«  Jörg Magenau, Süddeutsche Zeitung

»Die zwei Gedichte, die dieser Band enthält, funktionieren gut und gerne als Einführung in sein Werk. »Werichbin« und »Über das Zusammenfügen von Teilen« unternehmen den Versuch, den Raum zwischen Himmel und Erde zu umfassen – alle Sackgassen inbegriffen, die ein solches Vorhaben mit sich bringt.

Leider ist Böhmer vorrangig als poets‘ poet in Erscheinung getreten und hat bislang keinen Zuspruch von einer größeren Leserschar erhalten. Daran wird auch der Huchel-Preis, den er in diesem Jahr zugesprochen bekam, wenig ändern. Obwohl seine literarische Stimme eine eminent wichtige, wenn nicht sogar eine äußerst zeitgenössische ist, die abseits des Surrealismus erklingt. Das wacklige Konzept mit Namen »Sinn« zeigt weithin sichtbare Risse, die nicht mit noch mehr Fiktion verschleiert, sondern offengelegt werden sollen: Seht her, in dieser Wüste schreibe ich, mache aber eine Kunst daraus. Böhmer lesen heißt, sich in Hingabe zu üben. Seine unfreundliche Textlandschaft zu betreten bedeutet nicht, sich von jeder Grundwahrheit zu lösen, sondern neue Gewissheit zu finden: Nach jedem Blitz entsteht Raum für etwas Neues.«
Matthias Friedrich, Literaturkritik.de

Weitere Informationen

ISBN

ISBN 978-3-945400-01-2

Erscheinungsjahr

Oktober 2014

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